Das 10.000€ Blackout-Paket:
Die Goldstandard-Lösung für 5 Tage Autarkie

Kein Basteln, kein Frieren, keine Kompromisse. Eine Komplettlösung für einen 20m² Warmraum, die auch Jahre später noch funktioniert.

High-End Blackout Setup mit Powerstation und Heizung
Symbolbild: Professionelles Off-Grid Setup

Stell dir vor, draußen sind -5°C. Der Strom ist weg. Seit 24 Stunden. Deine Nachbarn sitzen in dicken Jacken im dunklen Wohnzimmer und hoffen, dass der Handyakku noch für einen Anruf reicht. Bei dir ist es anders: Dein "Warmraum" hat angenehme 20 Grad. Du kochst dir einen heißen Kaffee. Dein Laptop lädt, der Kühlschrank surrt leise. Du hast nicht improvisiert – du hast investiert.

Viele Prepping-Ratgeber empfehlen Teelichtöfen oder billige Campingkocher. Das ist okay für den Notbehelf. Aber wer Komfort, Sicherheit und echte Redundanz will, braucht mehr. Wir stellen hier das "Normalo-taugliche" 5-Tage-Paket vor. Budget bis 10.000 €. Ausgelegt für einen 20 m² Raum.

Das Zielbild in einem Satz

Wärme kommt aus einer Diesel-Warmluftheizung (Abgas nach draußen), Kochen funktioniert über Propan, Strom liefert eine massive 10 kWh Powerstation + Solar, und im Hintergrund wartet echte Redundanz (Backup-Heizung + Generator).

Die Kurz-Rechnung: Was verbrauchen wir wirklich?

Wir planen für einen normal gedämmten 20 m² Raum bei -2 bis -5°C Außentemperatur für 5 Tage.

Ressource Verbrauch (5 Tage) Kosten (ca.)
Wärmeenergie ~120–160 kWh -
Brennstoff (Diesel) 20–30 Liter (inkl. Reserve) ~50 € (bei 1,66 €/L)
Kochen (Propan) 12–14 kg (Backup inkl.) ~52 € (2x 11kg Füllung)

Die Goldstandard-Lösung: Schritt für Schritt

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Warmraum vorbereiten (Dämmung ist King)

Bevor wir heizen, stoppen wir den Verlust. Je weniger Wärme "rausläuft", desto weniger Diesel musst du schleppen. Das ist die effizienteste Investition von allen.

  • Tür-/Fensterabdichtung: Zugluft stoppt mehr als jede Zusatz-Batterie. (~30–100 €)
  • Thermo-Vorhang: Dicker Stoff vor Fenster und Tür wirkt Wunder. (~30–150 €)
  • Teppich/Decke: Auf den Boden legen. Der Boden zieht enorm Kälte. (~30–120 €)
  • High-End Schlafsäcke: 2 gute Modelle als Backup, falls die Heizung nachts runtergefahren wird. (~150–400 €)
2

Heizen (Warmluft) – Die Hauptlösung

Wir nutzen keine offene Gasflamme im Raum (Feuchtigkeit, CO-Gefahr!). Wir nutzen das Camper-Prinzip: Eine Diesel-Warmluftheizung. Sie steht drinnen oder draußen, der Brenner holt sich Frischluft von außen und bläst das Abgas nach draußen. Nur die warme Luft zirkuliert im Raum.

Einkaufsliste Heizung

  • Diesel-Warmluftheizung (Marken-Set): ~900–1.600 € (z.B. Eberspächer/Webasto oder hochwertige Koffer-Lösungen).
    Wichtig: Abgasführung muss sicher nach draußen gehen!
  • Brennstoff: 30 Liter Diesel in Kanistern. (~50 €)
3

Backup-Heizung (Redundanz)

Was ist, wenn die Diesel-Heizung streikt? Bei -5°C ist das kein Spaß. Deshalb haben wir ein zweites System, das auf einem anderen Energieträger basiert.

  • Propan-Heizofen: Als kurzzeitiges Backup. (~150–300 €)
  • Gas-Vorrat: 1–2x 11kg Propangasflaschen. Dienen auch als Reserve zum Kochen. (~26 € pro Füllung + Pfand)
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Kochen (Ohne Stromfresser)

Einer der häufigsten Fehler: Leute wollen ihre elektrische Herdplatte über die Powerstation betreiben. Das zieht den Akku in Minuten leer. Wir kochen mit Gas.

Setup

  • 2-flammiger Gaskocher (50 mbar): Robust und leistungsstark. (~73 €)
  • Zubehör: Passender Regler + Schlauch. (~15 €)
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Stromversorgung (Das Kraftwerk)

Hier klotzen wir, statt zu kleckern. Wir wollen Licht, Kühlschrank, Kommunikation und Laptop am Laufen halten – tagelang. Dafür brauchen wir Kapazität.

Empfehlung: ~10 kWh System

  • Basis: Powerstation 3,6 kWh Klasse (z.B. EcoFlow Delta Pro). (~1.300 €)
  • Erweiterung: 2x Zusatzakku je 3,6 kWh. (~980 € pro Stück)
  • Nachladen: 2x 400 W Solarpanel (faltbar oder fest). (~460 € pro Stück)

Gesamtkapazität: ~10,8 kWh.
Damit läuft ein Kühlschrank (ca. 1 kWh/Tag) über eine Woche ohne Nachladen. Plus Licht, Router, Handys.

6

Der "Plan B" Generator (Optional)

Warum noch ein Generator, wenn wir 10 kWh Akku haben? Weil im Winter die Sonne vielleicht 5 Tage nicht scheint. Der Generator ist das Ladegerät für die Powerstation.

  • Inverter-Generator: z.B. Honda EU22i. Leise, zuverlässig, liefert sauberen Strom. (~1.240 €)
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Sicherheit (Lebensversicherung)

Wer drinnen mit Gas hantiert oder heizt, darf hier nicht sparen. CO (Kohlenmonoxid) sieht man nicht und riecht man nicht.

Sicherheits-Paket

  • 2x CO-Melder: Hochwertige Modelle (EN 50291). (~50 €/Stk)
  • 2x Feuerlöscher: 6 kg ABC Pulver oder Schaum. (~50 €/Stk)
  • Löschdecke: Griffbereit in der Küche. (~20 €)
  • Lecksuchspray: Um Gasanschlüsse zu prüfen. (~10 €)

Die Investment-Übersicht

Das ist viel Geld. Aber es ist keine "Ausgabe", sondern eine Investition in Infrastruktur, die du auch beim Camping, im Gartenhaus oder auf Baustellen nutzen kannst.

Kategorie Kostenrahmen
Warmraum (Dämmung) 200 – 700 €
Heizung (Diesel-Set + Brennstoff) 950 – 1.650 €
Backup & Kochen (Gas) 270 – 450 €
Strom (10,8 kWh + Solar) 4.000 – 6.000 €
Generator (Optional) ~1.240 €
Sicherheit 150 – 350 €
GESAMT (ohne Generator) ~5.800 – 8.200 €
GESAMT (mit Generator) ~7.000 – 9.500 €

Fazit & Langzeit-Pflege

Dieses Paket ist keine Bastellösung. Es ist ein modulares System für echte Autarkie. Damit es im Ernstfall funktioniert, beachte den Wartungsplan:

  • Monatlich: Powerstation einmal entladen/laden (oder Ladestand prüfen).
  • Halbjährlich: CO-Melder testen, Diesel rotieren (verbrauchen und neu kaufen).
  • Jährlich: Feuerlöscher prüfen, Gas-Anschlüsse mit Lecksuchspray checken.

Mit diesem Setup bist du nicht mehr Opfer der Umstände. Du hast die Kontrolle zurück.